Schmuckveredelung von Schwarznüssen

Schmuckveredlung von Schwarznüssen

Wenn Ende Oktober die reifen Nüsse vom Baum fallen, verfärbt sich die gelb-grüne Schale braun und wird matschig. Diese matschige Schale mit bloßen Händen von der Nuss zu befreien ist P1060833ein Segen für die Finger und Hände, da die Inhaltsstoffe die Haut reinigen und pflegen. Daher wird Schwarznuss-Tinktur auch bei Hautkrankheiten wie z. B Psoriasis eingesetzt. Allerdings ist der natürliche Farbstoff Juglon dafür verantwortlich, dass die braunen Hände erst nach ca. 2 – 3 Wochen wieder „sauber“ sind.

Danach sollten die Nüsse einige Wochen trocknen. Verarbeitet man die Nuss  zu früh, sind sie noch zu feucht und bekommen Risse. Sobald die Nüsse trocken sind, können die eingetrockneten Schalenreste in den tiefen Furchen mit z. B. einer Drahtbürste gesäubertP1060760 werden. Nun kann die Nuss geöffnet werden. Entweder mit Hammer und Spaltgerät oder mit einer japanischen Feinsäge. Hierzu ist es wichtig, die Nuss so zu fixieren, dass man mit der Säge durchkommt, ohne einen Schraubstock zu verwenden. Dies gilt auch dafür, Scheiben herunter zu sägen. Jetzt kann man die nahrhafte Nuss mit einem spitzen Gegenstand aus den Höhlen schaben und genüsslich diesen außergewöhnlichen Geschmack genießen. Mit einem spitzen Messer können nun Schalenreste etc. entfernt werden und mit Schleifpapier die spitzige, P1060790furchige Rinde hautverträglich abgeschliffen werden. Nun kann das Loch gebohrt werden, um z. B eine Halskette zu fertigen. Bevor jetzt das Band befestigt wird, kann die Nuss mit z. B. eigenem Nussöl imprägniert werden, was der Oberfläche eine wunderbar nussig schimmernde Patina verleiht.

Weiter kann jetzt das Band durch das Loch gefädelt werden oder man macht einen Ring durch das Loch.  Kalotten und Karabiner werden an die Endstücke des Bandes befestigt und schon ist ein wunderbares Unikat von Naturschmuck in Handarbeit veredelt.

 

 

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